Leistungen | Prothetik

Gut leben mit den „Dritten“

Regelmäßige Reinigung ist auch bei den Dritten Zähnen wichtig. Ein künstlicher Zahn kann zwar nicht an Karies erkranken, doch jeder Zahnersatz kann funktionsuntüchtig werden, wenn er nicht regelmäßig gereinigt wird. Außerdem können Beläge am Zahnersatz die Schleimhaut oder noch vorhandene eigene Zähne schädigen.

Kontrolle verhindert Beschwerden

Auch für Prothesenträger sind regelmäßige Zahnarztbesuche Pflicht. Mindestens einmal im Jahr sollte ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt anstehen. So lassen sich Erkrankungen im Mundraum verhindern. Dazu gehören zum Beispiel Beschwerden am Zahnfleisch, am Gewebe, der Mundhöhle, der Zunge, dem Ober- und Unterkiefer.

Zahnbelag schadet auch „den Dritten“

Auch für die künstlichen Zähne ist Zahnbelag der Feind Nr. 1. Zahnbelag bildet sich überall dort, wo Essensreste nicht entfernt werden – da machen die künstlichen Zähne überhaupt keine Ausnahme! Zuerst bleibt weicher Zahnbelag, „Plaque“, an den Prothesenflächen kleben. Wird der nicht entfernt, verhärtet er sich und wird zu Zahnstein. Mit einer normalen Zahnbürste ist Zahnstein auch am Zahnersatz nicht mehr zu entfernen – das schafft nur der Zahnarzt z.B. mit Ultraschallgeräten, Schleif- und Polierbürstchen.

Besonders bei den Dritten ist Zahnstein ein Problem!

Doch was die Wenigsten wissen: Besonders bei herausnehmbarem Zahnersatz ist Zahnstein ein Problem. Denn er setzt sich bevorzugt an den Verbindungselementen und Kontaktflächen fest, die eigentlich für einen optimalen Halt an den Träger- bzw. Pfeilerzähnen sorgen sollen. Weil Zahnersatz und Träger-/Pfeilerzahn auf Bruchteilen von Millimetern passend zueinander gearbeitet wurden, verursachen schon geringste Ablagerungen Schwierigkeiten. Wenn sich also Ihr Zahnersatz nicht mehr so leicht wie am Anfang herausnehmen lässt, ist das ein erstes Alarmzeichen. Dann sollte möglichst rasch der Zahnarzt aufgesucht werden.

Herausnehmbarer Zahnersatz braucht doppelt Pflege

Wer Freude an seinen „Dritten“ haben möchte, sollte ihnen daher besondere Aufmerksamkeit schenken und Beläge nicht nur an den Außen-, sondern auch auf den Innenflächen, die auf dem Zahnfleischkamm und dem Gaumen im Unter- oder Oberkiefer aufliegen, sorgfältig entfernen. Werden beispielsweise Essensreste, die sich bei einer Modellgussprothese oder einer Totalprothese unter den Kunststoff- bzw. Metallsattel geschoben haben, nicht entfernt, leidet nicht nur die Prothese, sondern auch die Schleimhaut. Abgesehen davon, dass sie üblen Mundgeruch hervorrufen, können die Zersetzungsprozesse der Speisereste zu Entzündungen der Schleimhaut führen.

Regelmäßig das Zahnfleisch massieren

Prothesenträger sollten ihre eigenen Zähne und das Zahnfleisch besonders sorgfältig reinigen und dabei darauf achten, dass sie das Zahnfleisch mit massieren. Wer mit seiner Zahnbürste mit leichtem Druck das Gewebe massiert, fördert die Durchblutung und Gesunderhaltung des Zahnfleischs. Das gilt übrigens auch für Patienten mit Totalprothese. Denn nicht nur die Totalprothese muss gereinigt werden, sondern auch das Zahnfleisch braucht Pflege! Tägliche Massage mit der Zahnbürste verhindert Abbau und Entzündungen des Zahnfleischs.

Drei Dinge braucht der Prothesenträger: Wasser, Zahnbürste und Zahnpasta

Wasser

Nach den Mahlzeiten, wenn keine Zahnbürste zur Hand ist, sollte man die Prothese unter fließendem Wasser abspülen. Das saubere Gefühl im Mund entschädigt für die kleine Unannehmlichkeit, die Prothese im Toilettenraum schnell unterm Wasserstrahl abzuspülen. Dabei zeigt die Erfahrung, dass es sinnvoll ist, vor dem Reinigen Wasser ins Waschbecken zu füllen. Denn falls sie beim Säubern aus der Hand gleitet, prallt sie nicht auf den harten Waschbeckenboden auf, sondern wird vom Wasser aufgefangen. Dadurch vermeidet man einen Bruch. Wichtig ist es auch, die Prothese nich an den Metallklammern oder sonstigen Befestigungselementen anzufassen, sondern immer an den stabilen Kunststoff- oder Metallteilen!

Zahnbürste

Die intensive Reinigung der Prothese (1 x täglich reicht) ist selbstverständlich. Dazu muss man nicht unbedingt eine spezielle Prothesenzahnbürste nehmen: Eine normale tut’s auch. Dennoch sind solche speziellen Prothesenzahnbürsten nicht ganz überflüssig: Durch die besondere Form und Anordnung der Borsten wird die Reinigung der etwas schwerer zugänglichen Flächen erleichtert, was besonders Menschen mit eingeschränkter Geschicklichkeit hilft.

Zahnpasta

Für die Reinigung reicht eine normale Zahnpasta – der Schaum bringt eine zusätzliche Reinigungswirkung und sorgt für einen frischen Geschmack. Anstelle einer Zahnpasta mit Schleifkörpern sollte man eine normale Zahnpasta verwenden. Überflüssig zu sagen, dass Haushaltsreiniger oder Scheuermittel tabu sind!